Aktuelles
30./31.10. SEMINAR: Paul Celan (1920–1970) – Dichter und Zeitzeuge des totalitären 20. Jahrhunderts

30./31.10. SEMINAR: Paul Celan (1920–1970) – Dichter und Zeitzeuge des totalitären 20. Jahrhunderts

Seminar zum 100. Geburtstag und 50. Todestag Paul Celans

Wir laden ein zu einem Seminar, welches das Leben des großen Dichters nachzeichnet als Zeitreise eines Menschen durch das totalitäre, gewalttätige 20. Jahrhundert. Während des Seminars wird nicht nur eine Annäherung an Celans Lyrik versucht, sondern darüber hinaus soll der dichterischen und jüdischen Tradition sowie der Rezeptionsgeschichte nachgegangen werden.

>> AH_Seminar_Celan_Inhalt und Programm

Weiterlesen …
+++ Verschiebung wegen Krankheit +++ SEMINAR 04./05.12. "Johann Amos Comenius – zum 350. Todestag"

+++ Verschiebung wegen Krankheit +++ SEMINAR 04./05.12. „Johann Amos Comenius – zum 350. Todestag“

Das für den 04./05. Dezember geplante 2-tägige Seminar „Johann Amos Comenius – zum 350. Todestag am 15.11.2020“ muss wegen einer Erkrankung des Referenten verschoben werden. Wir informieren Sie rechtzeitig über den neuen Termin.

Registrieren Sie sich gern für unseren Newsletter, so sind Sie immer auf dem neuesten Stand über unsere Veranstaltungen.

Weiterlesen …
16./17.10. SEMINAR: Czesław Miłosz – der polnische Literaturnobelpreisträger  im "Zeitalter der Extreme"

16./17.10. SEMINAR: Czesław Miłosz – der polnische Literaturnobelpreisträger im „Zeitalter der Extreme“

Seminar im Rahmen der Reihe „Fokus Polen“.

Der polnische Dichter Czeslaw Milosz (1911–2004) hinterließ ein unermessliches poetisches und essayistisches Werk und war zweifellos einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Ein großer Teil seines Werkes wie überhaupt der polnischen Literatur entstand im Exil – eine generationenübergreifende Erfahrung infolge der politischen Katastrophen der polnischen Geschichte:

Weiterlesen …
07.10.2020 VORTRAG: Neue Landeigentümer in Ostdeutschland | mit Dipl.-Ing. agr. A. Tietz (Thünen-Institut Braunschweig)

07.10.2020 VORTRAG: Neue Landeigentümer in Ostdeutschland | mit Dipl.-Ing. agr. A. Tietz (Thünen-Institut Braunschweig)


Neue Landeigentümer in Ostdeutschland: Von den Schwierigkeiten, den landwirtschaftlichen Grundstücksverkehr gesetzlich zu regeln

Seit dem Jahr 2007 ist ein kontinuierlicher Anstieg der Pacht- und Kaufpreise im landwirtschaftlichen Bodenmarkt zu beobachten. Dazu untersuchte das Thünen-Institut (TI) von 2007 bis 2017 in 10 ostdeutschen Landkreisen, darunter auch im Landkreis Bautzen, die Entwicklung von Kapitaleigen­tümern an landwirtschaftlichen Unternehmen.

Weiterlesen …
Jahresprogramm der Akademie Herrnhut – 2. Halbjahr 2020

Jahresprogramm der Akademie Herrnhut – 2. Halbjahr 2020

Herzlich willkommen zu den Veranstaltungen der Akademie Herrnhut im zweiten Halbjahr 2020!


Die Programmübersicht zum Ausdrucken können Sie hier herunterladen:

Jahresprogramm Akademie Herrnhut 2. HJ. 2020

11.07.20 | 9–16 Uhr | VORTRAGSREIHE | Teil III
Die Erben des Schweigens – Zur generationsübergreifenden Weitergabe von Traumata in Familien von deutschen Vertriebenen nach dem II. Weltkrieg
Teil III: Wie Traumafolgen noch heute wirken
Praktische Hilfestellungen zum Erkennen der Folgen einer posttraumatischen Belastungs­störung der Großeltern und Erläuterung seelsorgerischer Hilfsmöglichkeiten
Für eine Teilnahme am Mittagessen 12–13 Uhr bitten wir um Anmeldung im Tagungshaus, Tel. 035873-338-40
Referenten: Carsten Stein (Herrnhut), Marie-Luise Kunze (Johnsdorf)
Gefördert durch die Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e. V.


11./12.09.20  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Fokus Polen I: Karol Wojtyła zum 100. Geburtstag – Papst Johannes Paul II. und sein geistig-geistliches Erbe für Polen und Europa
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referenten: Wolfgang Templin (Berlin) | Tytus Jaskułowski (Zielona Góra/PL)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


07.10.2020  VORTRAG
Neue Landeigentümer in Ostdeutschland: Von den Schwierigkeiten, den landwirtschaftlichen Grundstücksverkehr gesetzlich zu regeln
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Andreas Tietz (Thünen-Institut Braunschweig)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V. / Landkultur
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft


16./17.10.20  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Fokus Polen II: Czesław Miłosz – der Verlust Ostpolens nach dem II. WK in der Literatur am Beispiel des polnischen Literaturnobel­preisträgers
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referenten: Wolfram Tschiche (Altmark), Pawel Krzak (Krakau)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


30./31.10.2020  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Paul Celan – 100. Geburtstag 23.11.2020
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referenten: Wolfram Tschiche (Altmark) | William Totok (Berlin)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


12./13.11.2020 TAGUNG (mit Voranmeldung | Teilnahme kostenpflichtig)
14. Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik:
„Wirtschaftsethische Implikationen global vernetzter Lieferketten – Men­schen­rechte, Digitalisierung und die damit verbundene Verantwortung von MNEs“

Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Veranstaltung des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik, der Technischen Universität Dresden und des Internationalen Hochschulinstituts Zittau
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.


04./05.12.2020  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Johann Amos Comenius – 350. Todestag 15.11. 2020
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Wolfram Tschiche (Altmark)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.


Vorschau: Programm Frühjahr 2021

19.05.2021  VORTRAG
Das postsowjetische Russland: sein Selbstverständnis im Wandel (Arbeitstitel)
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referentin: Prof. Dr. Jutta Scherrer (Paris)
Veranstalter: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Koop.partner: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Förderer: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.


Frühjahr 2021  VORTRAG
Ursachen des Insektensterbens in Deutschland mit einem aktuellen Befund zur Oberlausitz
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer (Dresden), Entomologe
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V. / Landkultur
Koop.partner: Akademie Herrnhut f. politische u. kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2020

JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2020

+++ bitte beachten Sie die aktuellen Informationen zur Verschiebung von Veranstaltungen aufgrund der Corona-Einschränkungen +++

Weiterlesen …
+++ verschoben +++ Seminar 29.+30.05.2020 „Fokus Polen I":

+++ verschoben +++ Seminar 29.+30.05.2020 „Fokus Polen I“:

Karol Wojtyła – Papst Johannes Paul II. und sein geistig-geistliches Erbe für Polen und Europa

Referenten: Wolfgang Templin (Berlin), Politologe, Philosoph; N.N.

Weiterlesen …

Akademie Herrnhut – Europa-Ungarn-Symposium auf MDR Kultur

Wir haben vom 22. bis 24. März 2019 ein großartiges Symposium erleben dürfen, und zu unserem Europa-Ungarn-Fokus war einiges aus erster Hand zu hören – sowohl was die historischen als auch die politischen Wurzeln der gegenwärtigen ungarischen Regierungsform betrifft. Wir sind mit diesem Thema ungeplant in eine große Auseinandersetzung der Europäischen Union, insbesondere mit dem ungarischen Präsidenten Viktor Orbán geraten, und waren damit so aktuell wie kaum bisher.

Weiterlesen …

JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2019

Weiterlesen …

SEMINAR "György Konrád – Eine Stimme aus Mitteleuropa – Konráds Literatur und Essayistik"

SEMINAR „György Konrád – Eine Stimme aus Mitteleuropa – Konráds Literatur und Essayistik“

Datum: vom 26.10.18 (19.00 – 21.00 Uhr) bis 27.10.18 (9.30 – 17.00 Uhr)

Ort: Gäste- und Tagungshaus Komensky, Comeniusstraße 8–10, 02747 Herrnhut

Eintritt: frei

Referent/in: György Dalos (Schriftsteller, Historiker, Übersetzer; Berlin), Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist; Badingen OT Klinke)

Seminarleitung: Wolfram Tschiche


György Konrad wurde 1933 im ungarischen Debrecen geboren – ein ungarischer Jude, der den deutschen Vernichtungskommandos entkommen konnte. Nach seinem Studium arbeitete er als Sozialarbeiter, als Stadtsoziologe und debütierte schließlich 1969 als Schriftsteller mit seinem Roman „Der Besucher“. Die westeuropäische Kritik lobte das Buch wegen der völlig neuen Tonart, die mit diesem Werk in der osteuropäischen Literatur angestimmt worden sei.

Konrads schonungsloser Blick auf das realsozialistische Elend brachte ihn zunehmend in Opposition zum Regime. Die – zusammen mit Ivan Szelenyi –verfasste systemkritische soziologische Analyse “Die Intelligenz auf den Weg zur Klassenmacht“ konnte nur im Samisdat erscheinen. Konrad handelte sich damit in Ungarn ein weitgehendes Veröffentlichungsverbot ein, konnte aber mit der Zeit im Westen veröffentlichen.

Seit jener Zeit ist Konrad als Autor zahlreicher Romane, Essays und als Kritiker der politischen Situation seines Heimatlandes hervorgetreten. Zudem hat er öffentliche Ämter wahrgenommen: So war er Präsident des Internationalen PEN-Clubs, Präsident der Berliner Akademie der Künste und er erhielt bedeutende internationale Ehrungen.

Mit diesem Seminar möchten wir einigen wichtigen Aspekten von Konrads Prosawerk und Essayistik nachgehen sowie die damit verbundenen Probleme und Anliegen diskutieren.

Während des Seminars finden verschiedene Methoden und Medien Verwendung.


Freitag, 26.10. 2018

  • 19.00 – 21.00 Uhr Einführung in Leben und Literatur György Konrads (György Dalos)

Samstag, 27.10. 2018

  • 09.30 – 11.00 Uhr Diskussionen ostmitteleuropäischer Dissidenten: Konrads Position innerhalb der Mitteleuropadebatte (György Dalos)
  • 11.00 – 11.15 Uhr Kaffeepause
  • 11.15 – 12.45 Uhr Europäische Perspektiven : Die Europäische Union als konföderativer Verfassungsstaat? (Wolfram Tschiche)
  • 12.45 – 14.00 Uhr Mittagessen
  • 14.00 – 15.00 Uhr Ein Weltvolk im Nationalstaat – Konrads Reflexionen zum Judentum (Wolfram Tschiche)
  • 15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause
  • 15.30 – 17.00 Uhr Lesen und Diskutieren von ausgewählten Konrad-Texten (Unter Anleitung von Dalos/ Tschiche)
  • Ab 17.00 Uhr Ende des Seminars

  • Um Anmeldung bis zum 20.10.2018 wird gebeten per Mail w.tschiche@t-online.de oder telefonisch unter 039325 / 22359.
  • Betreffs Übernachtung- und Verpflegung wenden Sie sich/ wendet Euch bitte direkt an die Komensky Gäste- und Tagungsstätte / Herrn Przyluski
    Gäste- und Tagungshaus Komensky / Herr Przyluski
    Tel.: 035873/ 33840
    Fax: 035873/ 33859
    Email: info@komensky.de
  • Förderer: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
  • Veranstalter: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
  • Kooperationspartner: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.

VORTRAG: „Proteste in der Sowjetunion gegen den Einmarsch der Warschauer Paktstaaten in die CSSR“

Moderation: Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist, DDR-Oppositioneller; Klinke)

Referent: Yuriy Prokhasko (Germanist, Literaturwissenschaftler am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, Lviv)

Datum: 05. September 2018, 19.00 bis 21.00 Uhr

Ort: Gäste- und Tagungshaus Komenský

Eintritt: der Vortrag ist kostenfrei


Das Jahr 1968 war in Ost und West von dramatischen Ereignissen, politischen Hoffnungen und Enttäuschungen gekennzeichnet.

So trug die Empörung über den Vietnamkrieg weltweit zum globalen Charakter der 68er Protestbewegung bei. Im April 1968 wurde Martin Luther King ermordet und infolge dessen kam es zu Rassenunruhen ungekannten Ausmaßes. Im Juni erlag der demokratische Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy ebenfalls einem Attentat. Die Weltmacht USA war innen- und außenpolitisch erschüttert.

Die westeuropäischen Länder, Frankreich, Italien und die BRD, sahen sich mit rebellierenden Studierenden und Jugendlichen konfrontiert, die die Nachkriegsgesellschaften, ihre Eliten und Werte, grundsätzlich infrage stellten. Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968 kam es auch in der BRD zu heftigen Protesten. Teile der französischen und italienischen Gesellschaft solidarisierten sich mit den rebellierenden Studierenden. So kam es zu Besetzungen von Universitäten, zu Streiks und Betriebsbesetzungen. Auf diesen Protest reagierten die herrschenden Eliten z.T. mit massiven staatlichen Repressalien.

Auch in Ostmitteleuropa kam es 1968 zu Rebellionen und Reformversuchen.

Zwei große Themen standen dort im Mittelpunkt der Debatten: Wie können die sozialistischen Planwirtschaften effizienter und produktiver gestaltet werden? Zweitens wurde der Ruf nach mehr politischen Freiheiten – Presse -, Meinungs-, Reise – und Versammlungsfreiheit – immer lauter.

In Polen und Jugoslawien kam es ebenfalls zu Studentenrebellionen, gegen die der sozialistische Staat mit Repressionen vorging.

Jedoch ist das Jahr 1968 in Ostmitteleuropa vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Reformversuchen in der Tschechoslowakei verbunden, die als „Prager Frühling“ in die Geschichte eingegangen sind. Unter Führung Alexander Dubceks wurde der Versuch unternommen, den Sozialismus stalinistischer Prägung durch einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu ersetzen.

Die militärische Niederschlagung dieses Reformversuchs durch die „Bruderstaaten“ des Warschauer Pakts unter Führung der Sowjetunion hatte immense politische Auswirkungen – weit über die CSSR hinaus. Rückblickend kann man festhalten, dass der „Prager Frühling“ die historisch letzte Möglichkeit war, den „realen Sozialismus“ im Sinne einer umfassenden Demokratisierung zu reformieren.


  • Übernachtungsfragen und Kontakt: Gäste- und Tagungshaus Komensky / Herr Przylusk, Tel.: 035873/ 33840, Fax: 035873/ 3385, Email: info@komensky.de
  • Anmeldung: Um Anmeldung wird bis zum 01.09. gebeten. Per Email: w.tschiche@t-online.de ; telefonisch unter: 039325/ 22359. Betreffs Übernachtungs- und Verpflegungsfragen wenden Sie sich/ wendet Euch bitte an das Gäste-und Tagungshaus Komensky / Herrn Przyluski (s.o.).
  • Förder: Bundeszentrale für politische Bildung
  • Veranstalter: Wolfram Tschiche, Umweltbibliothek Großhennersdorf in Kooperation mit der Akademie Herrnhut (AH)
KONFERENZ "Die Schöberlinie - Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen - Böhmen"

KONFERENZ „Die Schöberlinie – Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen – Böhmen“

Datum: SA, 01.09. 2019 (19.00 – 21.00 Uhr)
Ort: Penzion Petrovaa bouda, Horní Svetlá 66, 471 57 Marenice (CZ)
Eintritt: frei
Veranstalter: Kultur aktiv e.V. in Kooperation mit der Umweltbibliothek Großhennersdorf


Das von Kultur Aktiv e.V. aus Dresden initiierte Projekt wirft einen Blick auf „Die Schöberlinie – Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen – Böhmen“. An einer der ältesten Grenzen Europas auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik befindet sich eine Bunkerlinie. Diese ist ein Symbol für eine längst überholte Vergangenheit in der Geschichte Deutschlands und der Tschechischen Republik. Ebenso steht diese nur Eingeweihten bekannte Bunkerlinie für eine absurde, niemals kriegstaugliche militärische Befestigungsanlage.

Am 1. September 2018 wird als Teil des Projekts ein abendlicher Workshop mit anschließendem Gespräch in der Petersbaude stattfinden. Der Workshop ist öffentlich und kann ohne Anmeldung besucht werden. Im Rahmen des Workshops werden die Ergebnisse des tschechisch-deutschen Künstlerworkshops vorgestellt. Sie hatten sich im Mai 2018 künstlerisch mit dem Thema Grenze auseinander gesetzt und einzelne Bunker zu temporären Ausstellungsräumen umgestaltet. Als zweiter Teil werden durch Vertreter der Umweltbibliothek Großhennersdorf weitere Aspekte der sächsisch-böhmischen Grenzbeziehungen vorgestellt. So waren während der Niederschlagung des Prager Frühlings vor genau 50 Jahren, mehrere Wochen lang, Soldaten auf der deutschen Seite der Grenze stationiert und hatten einen Einfluss auf die Grenzregion.


Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und dem Deutsch-Tschechischem Zukunftsfonds finanziell gefördert.