Angesichts der historischen Wurzeln und der aktuellen Potentiale – u. a. zwei Hochschulen mit partiell internationaler Ausstrahlung und der weltweite Leuchtturm des Geistes Herrnhut – ist das regionale Image noch stark entwicklungsfähig. Das Potenzial dafür ist vorhanden. Die Oberlausitz bietet Geist, engagierte Mitstreiter sowie eine beachtliche Bildungslandschaft von der vorschulischen Erziehung bis hin zur Universitätsprofessur, die es nun in einer gemeinsamen geisteswissenschaftlichen Initiative zu bündeln und zu entwickeln gilt. Denn nur so können Akteure und Institutionen der Region auch in der Außendarstellung als signifikant und relevant wahrgenommen werden. Ergo: Kooperation heißt das Gebot der Stunde.

Nur in gemeinsamer Anstrengung ist das Ziel zu erreichen, vor­handene geisteswissenschaftliche Potenziale in der Region zu halten und für die weitere Entwicklung nutzbar zu machen, bevor der Standortfaktor „Geist“ vielleicht für immer aus der Region verschwindet. Das wäre nicht nur ein ganz gravierender Nachteil für das Selbst-Bewusstsein der Region, sondern auch ein immenser Verlust für das gesamte Land Sachsen und eine deutsche geisteswissenschaftliche Landkarte.