Veranstaltungsarchiv

Exkursion nach Mladá Boleslav/ Jungbunzlau

Ergänzend zur aktuellen Jan-Hus-Ausstellung in den Städtischen Museen Zittau und in Vorbereitung zur Tagung über Lukas von Pragder Akademie Herrnhut erfolgt am 04.11.2015 eine Exkursion nach Mladá Boleslav/ Jungbunzlau.

Termin:

04.11.2015

Inhalt:

Auf den Spuren von Lukas von Prag

Lukas von Prag (1460-1528) gilt als der zweite Begründer der Alten Brüder-Unität und hat durch zahlreiche Schriften ihr theologisches Fundament gelegt. Er nahm das Erbe von Jan Hus auf, gestaltete es um die Jahrhundertwende neu, ist aber heute neben den großen tschechischen und deutschen Reformatoren weitgehend vergessen. 1522 nahm er Kontakt mit Luther auf und beschäftigte sich mit den theologischen Grundfragen der deutschen Reformation. Seit 1525 setzte er sich mit Gedanken der Schweizer Reformatoren um Huldreich Zwingli auseinander. Er lebte auf dem Karmel in Mladá Boleslav (Jungbunzlau), wo er auch starb. Zur Vorbereitung einer Tagung zu Lukas von Prag vom 19. bis 21. November in Herrnhut besuchen wir seine Wirkungsstätte.

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Jan Hus Tagung

Termin:

29.10.-01.11. 2015

 

Ort:

KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus
Comeniusstraße 8

02747 Herrnhut
Deutschland

 

Inhalt:

»Nichts als die Wahrheit«

Der tschechische Theologe und Kirchenreformer Jan Hus (1371/72-1415) gilt als Inspirator der Reformation in Böhmen und Vorläufer Martin Luthers. Als Rektor der Prager Karlsuniversität und Prediger an der Bethlehemskapelle zog er sich mit seiner öffentlich geäußerten Kritik an den Missständen der Kirche den Zorn des Klerus zu. Da die Prager Oberschicht zu seiner Zeit überwiegend deutsch geprägt war, entwickelten Jan Hus‘ Predigten in tschechischer Sprache auch soziale und nationale Sprengkraft. Die Konfrontationen mündeten in einen von der Kurie angestrengten Prozess, der mit Hus‘ Verbrennung auf dem Konstanzer Konzil endete.

600 Jahre nach seinem Tod auf dem Scheiterhaufen haben Ideen und Ideale von Jan Hus nichts an Aktualität eingebüßt. Die Suche nach der Wahrheit, danach, wie wir das eigene Leben und das der Gesellschaft am Evangelium orientieren und dafür einstehen können, bewegt auch heute. Das Erbe von Jan Hus lebt fort: in Tschechien, in Deutschland, in der Brüdergemeine. Lebt das Erbe fort?

Neben Vorträgen und Diskussionen bietet das Hus-Wochenende am Samstag die Aufführung des Oratoriums »Jan Hus« von Carl Loewe, inklusive einer Werkeinführung. Ein Höhepunkt des Wochenendes ist die Verleihung des Jan-Hus-Predigtpreises der Brüder-Unität am Sonntag.

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Tagung: Grenzenloses Europa? Vom Kalten Krieg zum Gemeinsamen Europäischen Haus – 30 Jahre Schengen

 

 

 

 

 

 

 

 

Termin:

22.-24.10.2015

 

Ort:

Schlesisches Museum Görlitz

Brüderstraße 8,

02826 Görlitz

 

Veranstalter:

Gemeinsame Tagung der Ranke-Gesellschaft, der Akademie Herrnhut, des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, der Stiftung Universität Hildesheim und der Technischen Universität Chemitz

 

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll (TU Chemnitz), Dr. Andreas Pudlat (Universität Hildesheim)

 

Das Tagungsprogramm entnehmen Sie bitte dem Tagungsflyer

 

Anmeldeschluss:

20.Oktober 2015 – bei Jasmin Hain: jasmin.hain@s2012.tu-chemnitz.de

Die Tagungsteilnahme ist kostenfrei!

Regionales Zukunftsforum zum Thema: „Gemeinwohlökonomie – ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft auch für die Oberlausitz?“

Zu Ehrendes 80. Geburtstags von Rudolf Bahro

Termin: 16.09.2015

Ort: Gut Pommritz

Veranstalter: Bündnis Zukunft Oberlausitz, Hochschule Zittau/ Görlitz, WBS Training AG

Tagungsprogramm

Teilnahmeanmeldung bis zum 9.September 2015 per Email an: maik.hosang@posteo.de

Tagung: 1914-1918: Das Ende des „alten Europa“ Der Erste Weltkrieg in Geschichte und Erinnerung mitteleuropäischer Regionen

Die Tagung vom 27. bis 28. November 2014 nimmt das europäische Gedenkjahr an den Ersten Weltkrieg zum Anlass, über dessen Nach- und Fern-
wirkungen in der Geschichte mitteleuropäischer Gesellschaften nachzudenken. Sie widmet sich der Real- und Erinnerungsgeschichte des Ersten Weltkriegs und richtet den Fokus auf Mittel- und Ostmitteleuropa, vor allem aber auf die Grenzregion Polen-Deutschland-Tschechien in der unmittelbaren Nachbar- schaft des Landkreises Görlitz. Außerdem nimmt sie das Banat und die Ukraine in den Blick.
Die Geschichte der hier lebenden Menschen ist auf mannig-
faltige Weise durch Grenzverschiebungen, Migrationen, Vertreibungen, durch Besatzung und die Erfahrungen totalitärer Diktaturen im 20. Jahrhundert geprägt worden.
Ausgehend von der in Westeuropa sogenannten „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ fragt die Tagung nach der realen Geschichte und nach Formen der Erinnerungskultur an Kriege, Gewaltherrschaft und andere Verwerfungen.
Diese wirken in den mitteleuropäischen Nachkriegsgesellschaften und den Lebensgeschichten zahlreicher Menschen bis heute fort.

Es geht um den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die interessierte Öffentlichkeit sowie um Impulse für eine zivilgesellschaftliche Debatte über die Bedeutung vergangener Ereignisse für unsere benachbarten Gesellschaften.

Die Tagung hat den Anspruch, Wissenschaftler, Lehrer, Pädagogen, Akteure zivilgesellschaftlicher Prozesse und Träger politischer Verantwortung zusammenzubringen.Sie soll der Anfang von weiteren Tagungen sein, die andere Aspekte des großen Themas vertiefen und erweitern.

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Seminar: „Demokratieaufbrüche in Ostmitteleuropa 1989: Worin besteht die Bedeutung des geistigen und politischen Erbes der ostmitteleuropäischen Dissidenten für die Gegenwart?“

Die Akademie Herrnhut (AH) und die Umweltbibliothek Großhennersdorf laden ein

Termin: 25.10. 2014, 09.30 – 17.00 Uhr

Ort & Anmeldung: Tagungs- und Erholungsheim Herrnhut

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Seminar: „Gott ist tot: Zur Religionskritik Friedrich Nietzsches“

 

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Vortrag: „Ideologie und Verbrechen“

 „Der Weg in den Holocaust. Rassismus und Antisemitismus in der nationalsozialistischen Ideologie“

Von:                              Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll (TU Chemnitz)

„Wer den Zusammenhang von Ideologie und Verbrechen im Nationalsozialismus ergründen will, der wird sehr rasch mit den Irrwegen und Sackgassen deutschen antisemitischen Denkens im 19. Und 20. Jahrhundert konfrontiert. Er begegnet hier einer Ideologie, die – mit tödlicher Konsequenz – in Vernichtung und Völkermord endete. Und er muss sich mit einer Weltanschauung auseinandersetzen, welche die Auslöschung des deutschen und großer Teile des europäischen Judentums zu verantworten hatte. Die ideengeschichtliche Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat mannigfache Anstrengungen darauf verwendet, Vorläufer, Ausprägungsformen und Folgewirkungen des nationalsozialistischen Rassenwahns zu rekonstruieren. Sie hat damit einen erheblichen Beitrag zur Enttarnung dieses – nach und neben dem Bolschewismus – bisher wohl größten politisch motivierten Verbrechens der europäischen Geschichte geleistet.“

Frank-Lothar Kroll

Prof. Kroll wird in seinem Vortrag auch von den Ergebnissen eines größeren Forschungszusammenhanges zum Thema „Ideologie und Verbrechen“ berichten, in dem es u.a. um folgende Fragen ging: Waren die Verbrechen der totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts schon in Theorien angelegt? In welcher Weise sind Ideologie und Verbrechen aufeinander bezogen? Wie hängen Kommunismus und Nationalsozialismus historisch und ideologisch zusammen?

 

Datum:                         30.09.2014

 Zeit:                              19:30 Uhr

GEFÖRDERT DURCH: DEN SÄCHSISCHEN LANDESBEAUFTRAGTEN FÜR DIE UNTERLAGEN DES STAATSSICHERHEITSDIENSTES DER EHEMALIGEN DDR

Tagung: Bildungsreform im Deutsch-Polnischen Grenzraum

Die diesjährige Tagung der Akademie Herrnhut vom 7.-8. November 2014 behandelt die Einflüsse der Reformation auf das Bildungswesen in der Oberlausitz und Schlesien, also im heutigen Grenzraum zwischen Polen und Deutschland.

Zentrales Thema ist die Entwicklung des Menschenbildes durch die Reformation und die Auswirkung auf die Pädagogik und die Schulbildung bis in die heutige Zeit.

Eine zentrale Person in der Region war Valentin Friedland, nach seinem Geburtsort bei Görlitz häufig Trotzendorf genannt. Dieser schloss sich  den Reformatoren in Wittenberg an und folgte insbesondere den Lehren Philipp Melanchthons. In Folge wurde er Rektor des ersten humanistischen Gymnasiums in Schlesien, das europaweite Bekanntheit erlangte.

Die Tagung zeichnet diese Entwicklung anhand von Vorträgen namhafter Forscher nach. Teil der Tagung ist zudem eine Exkursion nach Goldberg mit einem Besuch der Wirkungsorte von Trotzendorf.

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Bildung und Pädagogik in der Geschichte der Evangelischen Brüder-Unität

Die Akademie Herrnhut e.V. lädt zu Veranstaltungen über die Geschichte der Pädagogik und der Bildung in der Evangelischen Brüder-Unität ein.

Der tschechische Theologe Herr Dr. Jiří Just bietet in einem Seminar und einem Vortrag Einblicke in ein noch wenig erschlossenes Gebiet der deutsch-tschechischen Geschichte.  

Seminar am Dienstag, 13. Mai 2014 um 16.00 Uhr

Texte von Lukas von Prag, Jan Blahoslav und Jan Amos Comenius über Erziehung und Bildung in der alten Brüder-Unität

unter Leitung von Herrn Dr. Jiří Just

im Archiv der Brüder-Unität Herrnhut, Zittauer Straße 20, 02747 Herrnhut

 

Vortrag am Dienstag, 13. Mai 2014 um  19.00 Uhr

Herr Dr. Jiří Just  spricht zu Jan Blahoslav – Pädagoge und Vorgänger des Jan Amos Comenius

im Tagungs– und Erholungsheim Herrnhut, Comeniusstraße 8+10, 02747 Herrnhut

Kirchenlied und Reformation im Grenzraum Oberlausitz, Niederschlesien, Böhmen

Die Akademie Herrnhut führt im Rahmen der Lutherdekade eine Tagung zum Kirchenlied vom 14.-16. November 2013 durch. Die Einladung ergeht an alle, die Freude am Singen und an einer vertieften Kenntnis des Brüdergesangs haben.

 

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Vortrag „Stalinismus als Gewaltherrschaft“

Die Akademie Herrnhut (AH) und die Umweltbibliothek Großhennersdorf laden am 21.10.2013 um 19 Uhr zu dem Vortrag „Stalinismus als Gewaltherrschaft“ von Herrn Prof. Dr. Jörg Baberowski (Berlin) ein. Die Veranstaltung findet im Tagungs- und Erholungsheim der Brüder-Unität, Comeniusstraße 8, 02747 Herrnhut statt.

Herr Prof. Baberowski stellt seine stark kommentierten und debattierten letzten Forschungsergebnisse vor, die uns insofern nicht fremd sein dürften, als dass wir diese Geschichte sowohl persönlich, als auch als Gesellschaft noch nicht verarbeitet haben, oder? Jedenfalls zeigen die in letzter Zeit öfter ausgesprochenen Androhungen oder Inaussichtstellungen demokratischer Parteien spätestens beim nächsten Mal auch mit DER LINKEN zu koalieren, dass wir noch keine gesellschaftliche Übereinkunft erreicht haben über das, was wir denn aus dem Kommunismus zu lernen haben.