Aktuelles
Sa 11.07. | 9-16 Uhr | Vortragsreihe: „Die Erben des Schweigens" - Teil III: "Wie Traumafolgen noch heute wirken"

Sa 11.07. | 9-16 Uhr | Vortragsreihe: „Die Erben des Schweigens“ – Teil III: „Wie Traumafolgen noch heute wirken“

Wiederholung der Teile I und II vom Februar 2020 mit umfangreichen Möglichkeiten zum Austausch und praktischer Hilfestellungen zum Erkennen der Folgen einer post­traumatischen Belastungsstörung der Großeltern sowie Erläuterung seelsorgerischer Hilfsmöglichkeiten

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Jahresprogramm der Akademie Herrnhut – 2. Halbjahr 2020

Jahresprogramm der Akademie Herrnhut – 2. Halbjahr 2020

Herzlich willkommen zu den Veranstaltungen der Akademie Herrnhut im zweiten Halbjahr 2020!


Die Programmübersicht zum Ausdrucken können Sie hier herunterladen:

Jahresprogramm Akademie Herrnhut 2. HJ. 2020

11.07.20 | 9–16 Uhr | VORTRAGSREIHE | Teil III
Die Erben des Schweigens – Zur generationsübergreifenden Weitergabe von Traumata in Familien von deutschen Vertriebenen nach dem II. Weltkrieg
Teil III: Wie Traumafolgen noch heute wirken
Praktische Hilfestellungen zum Erkennen der Folgen einer posttraumatischen Belastungs­störung der Großeltern und Erläuterung seelsorgerischer Hilfsmöglichkeiten
Für eine Teilnahme am Mittagessen 12–13 Uhr bitten wir um Anmeldung im Tagungshaus, Tel. 035873-338-40
Referenten: Carsten Stein (Herrnhut), Marie-Luise Kunze (Johnsdorf)
Gefördert durch die Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e. V.


11./12.09.20  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Fokus Polen I: Karol Wojtyła zum 100. Geburtstag – Papst Johannes Paul II. und sein geistig-geistliches Erbe für Polen und Europa
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Wolfgang Templin (Berlin) | Tytus Jaskułowski (Zielona Góra/PL)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


07.10.2020  VORTRAG
Landgrabbing 2007–2017 in Ostdeutschland. Entwicklungen des gesetzlich regulierten landwirtschaftlichen Grundstücksverkehrs unter den Bedingungen einer Gesetzeslücke
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Andreas Tietz (Thünen-Institut Braunschweig)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V. / Landkultur
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft


16./17.10.20  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Fokus Polen II: Czesław Miłosz – der Verlust Ostpolens nach dem II. WK in der Literatur am Beispiel des polnischen Literaturnobel­preisträgers
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referenten: Wolfram Tschiche (Altmark), Pawel Krzak (Krakau)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


30./31.10.2020  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Paul Celan – 100. Geburtstag 23.11.2020
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Wolfram Tschiche (Altmark) | William Totok (Berlin)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


04./05.12.2020  SEMINAR (mit Voranmeldung)
Johann Amos Comenius – 350. Todestag 15.11. 2020
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Wolfram Tschiche (Altmark)
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Koop.partner: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.


Vorschau: Programm Frühjahr 2021

19.05.2021  VORTRAG
Das postsowjetische Russland: sein Selbstverständnis im Wandel (Arbeitstitel)
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referentin: Prof. Dr. Jutta Scherrer (Paris)
Veranstalter: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
Koop.partner: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Förderer: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.


Frühjahr 2021  VORTRAG
Ursachen des Insektensterbens in Deutschland mit einem aktuellen Befund zur Oberlausitz
Ort: Tagungshaus Komenský (Herrnhut)
Referent: Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer (Dresden), Entomologe
Veranstalter: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V. / Landkultur
Koop.partner: Akademie Herrnhut f. politische u. kulturelle Bildung e.V.
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

+++ verschoben +++ LESUNG UND BUCHPREMIERE III. Geistige Lieferung – „Das postsowjetische Russland: sein Selbstverständnis im Wandel“, Prof. Dr. Jutta Scherrer, Historikerin (Paris)

+++aufgrund der Corona-Situation verschoben +++ wir informieren rechtzeitig über einen neuen Termin +++

JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2020

JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2020

+++ bitte beachten Sie die aktuellen Informationen zur Verschiebung von Veranstaltungen aufgrund der Corona-Einschränkungen +++

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+++ verschoben +++ Vortrag 27.05.2020 | 18 Uhr „Ursachen des Insektensterbens mit einem aktuellen Befund zur Oberlausitz"

+++ verschoben +++ Vortrag 27.05.2020 | 18 Uhr „Ursachen des Insektensterbens mit einem aktuellen Befund zur Oberlausitz“

Referent: Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer (Dresden), Entomologe

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+++ verschoben +++ Seminar 29.+30.05.2020 „Fokus Polen I":

+++ verschoben +++ Seminar 29.+30.05.2020 „Fokus Polen I“:

Karol Wojtyła – Papst Johannes Paul II. und sein geistig-geistliches Erbe für Polen und Europa

Referenten: Wolfgang Templin (Berlin), Politologe, Philosoph; N.N.

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Akademie Herrnhut – Europa-Ungarn-Symposium auf MDR Kultur

Wir haben vom 22. bis 24. März 2019 ein großartiges Symposium erleben dürfen, und zu unserem Europa-Ungarn-Fokus war einiges aus erster Hand zu hören – sowohl was die historischen als auch die politischen Wurzeln der gegenwärtigen ungarischen Regierungsform betrifft. Wir sind mit diesem Thema ungeplant in eine große Auseinandersetzung der Europäischen Union, insbesondere mit dem ungarischen Präsidenten Viktor Orbán geraten, und waren damit so aktuell wie kaum bisher.

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JAHRESPROGRAMM DER AKADEMIE HERRNHUT 2019

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EUROPA-UNGARN-SYMPOSIUM „Ostmitteleuropäische Perspektive: Transformationsprozesse zwischen nationaler Selbstbehauptung und europäischer Partizipation”

mit Ágnes Heller und Rudolf Ungváry (Budapest) –

Datum: 22.03.2019 – 24.03.2019

Ort: Gäste- und Tagungshaus Komensky, Comeniusstraße 8–10, 02747 Herrnhut

Eintritt: frei
Anmeldung erbeten | Tel. 035873 33840

Referenten:  Ágnes Heller (Philosophin, Budapest) und Rudolf Ungváry (Schriftsteller / Publizist)
Moderatoren: György Dalos (Berlin), Hans-Henning Paetzke (Budapest), Wolfram Tschiche (Klinke), Frank-Lothar Kroll (Chemnitz)
Moderator Podium: Stefan Nölke (MDR / Referatsleiter Geschichte)


Im Fokus des Symposiums stehen die vielschichtigen Transformationsprozesse im (ost)-mitteleuropäischen Raum seit den „Friedlichen Revolutionen“ 1989/90 bis in die Gegenwart, insbesondere aus ungarischer Perspektive. Es wird den Ursachen der Zerwürfnissituation zwischen ostmittel- und westeuropäischen Europavorstellungen nachgegangen und untersucht, warum sich ostmitteleuropäische Länder entschieden haben, national- bzw. liberal-konservative Wege zu gehen.
Zu überprüfen und zu bewerten ist dabei auch das Verhältnis zwischen ostmitteleuropäischen und westlichen Haltungen gegenüber der Vorstellung eines vereinten Europas sowie Möglichkeiten und Chancen einer Verständigung und Annäherung.

Für diese Veranstaltung kommen die beiden großartigen ungarischen Denker Ágnes Heller (1929) und Rudolf Ungváry (1936) nach Herrnhut.

Ágnes Heller war Schülerin von Georg Lukács und wurde 1955 von ihm promoviert; nach jahrzehntelanger politischer Unterdrückung in Ungarn emigrierte sie 1977 nach Australien, wo sie 1978 bis 1983 eine Soziologie-Professur innehatte; 1986 wurde sie Hannah Arendts Nachfolgerin auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York.

Rudolf Ungváry (*1936), Ingenieur, Schriftsteller, Publizist; nach der Niederschlagung der ungarischen Revolution von 1956 verhaftet und interniert, vor der Wende aktives Mitglied der demokratischen Opposition; Ungváry ist Verfasser avantgardistischer Prosa und von Abhandlungen zur Wissensorganisation.

Die Podiumsdiskussion wird am Di 26.03.2019 in der MDR Kultur-Werkstatt ausgestrahlt.
Im Rahmen der Schriftenreihe „Geistige Lieferung“ der Akademie Herrnhut ist ein Tagungsband geplant.


Hier kann das Programm als PDF heruntergeladen werden:


SEMINAR "György Konrád – Eine Stimme aus Mitteleuropa – Konráds Literatur und Essayistik"

SEMINAR „György Konrád – Eine Stimme aus Mitteleuropa – Konráds Literatur und Essayistik“

Datum: vom 26.10.18 (19.00 – 21.00 Uhr) bis 27.10.18 (9.30 – 17.00 Uhr)

Ort: Gäste- und Tagungshaus Komensky, Comeniusstraße 8–10, 02747 Herrnhut

Eintritt: frei

Referent/in: György Dalos (Schriftsteller, Historiker, Übersetzer; Berlin), Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist; Badingen OT Klinke)

Seminarleitung: Wolfram Tschiche


György Konrad wurde 1933 im ungarischen Debrecen geboren – ein ungarischer Jude, der den deutschen Vernichtungskommandos entkommen konnte. Nach seinem Studium arbeitete er als Sozialarbeiter, als Stadtsoziologe und debütierte schließlich 1969 als Schriftsteller mit seinem Roman „Der Besucher“. Die westeuropäische Kritik lobte das Buch wegen der völlig neuen Tonart, die mit diesem Werk in der osteuropäischen Literatur angestimmt worden sei.

Konrads schonungsloser Blick auf das realsozialistische Elend brachte ihn zunehmend in Opposition zum Regime. Die – zusammen mit Ivan Szelenyi –verfasste systemkritische soziologische Analyse “Die Intelligenz auf den Weg zur Klassenmacht“ konnte nur im Samisdat erscheinen. Konrad handelte sich damit in Ungarn ein weitgehendes Veröffentlichungsverbot ein, konnte aber mit der Zeit im Westen veröffentlichen.

Seit jener Zeit ist Konrad als Autor zahlreicher Romane, Essays und als Kritiker der politischen Situation seines Heimatlandes hervorgetreten. Zudem hat er öffentliche Ämter wahrgenommen: So war er Präsident des Internationalen PEN-Clubs, Präsident der Berliner Akademie der Künste und er erhielt bedeutende internationale Ehrungen.

Mit diesem Seminar möchten wir einigen wichtigen Aspekten von Konrads Prosawerk und Essayistik nachgehen sowie die damit verbundenen Probleme und Anliegen diskutieren.

Während des Seminars finden verschiedene Methoden und Medien Verwendung.


Freitag, 26.10. 2018

  • 19.00 – 21.00 Uhr Einführung in Leben und Literatur György Konrads (György Dalos)

Samstag, 27.10. 2018

  • 09.30 – 11.00 Uhr Diskussionen ostmitteleuropäischer Dissidenten: Konrads Position innerhalb der Mitteleuropadebatte (György Dalos)
  • 11.00 – 11.15 Uhr Kaffeepause
  • 11.15 – 12.45 Uhr Europäische Perspektiven : Die Europäische Union als konföderativer Verfassungsstaat? (Wolfram Tschiche)
  • 12.45 – 14.00 Uhr Mittagessen
  • 14.00 – 15.00 Uhr Ein Weltvolk im Nationalstaat – Konrads Reflexionen zum Judentum (Wolfram Tschiche)
  • 15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause
  • 15.30 – 17.00 Uhr Lesen und Diskutieren von ausgewählten Konrad-Texten (Unter Anleitung von Dalos/ Tschiche)
  • Ab 17.00 Uhr Ende des Seminars

  • Um Anmeldung bis zum 20.10.2018 wird gebeten per Mail w.tschiche@t-online.de oder telefonisch unter 039325 / 22359.
  • Betreffs Übernachtung- und Verpflegung wenden Sie sich/ wendet Euch bitte direkt an die Komensky Gäste- und Tagungsstätte / Herrn Przyluski
    Gäste- und Tagungshaus Komensky / Herr Przyluski
    Tel.: 035873/ 33840
    Fax: 035873/ 33859
    Email: info@komensky.de
  • Förderer: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
  • Veranstalter: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.
  • Kooperationspartner: Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.

VORTRAG: „Proteste in der Sowjetunion gegen den Einmarsch der Warschauer Paktstaaten in die CSSR“

Moderation: Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist, DDR-Oppositioneller; Klinke)

Referent: Yuriy Prokhasko (Germanist, Literaturwissenschaftler am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, Lviv)

Datum: 05. September 2018, 19.00 bis 21.00 Uhr

Ort: Gäste- und Tagungshaus Komenský

Eintritt: der Vortrag ist kostenfrei


Das Jahr 1968 war in Ost und West von dramatischen Ereignissen, politischen Hoffnungen und Enttäuschungen gekennzeichnet.

So trug die Empörung über den Vietnamkrieg weltweit zum globalen Charakter der 68er Protestbewegung bei. Im April 1968 wurde Martin Luther King ermordet und infolge dessen kam es zu Rassenunruhen ungekannten Ausmaßes. Im Juni erlag der demokratische Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy ebenfalls einem Attentat. Die Weltmacht USA war innen- und außenpolitisch erschüttert.

Die westeuropäischen Länder, Frankreich, Italien und die BRD, sahen sich mit rebellierenden Studierenden und Jugendlichen konfrontiert, die die Nachkriegsgesellschaften, ihre Eliten und Werte, grundsätzlich infrage stellten. Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968 kam es auch in der BRD zu heftigen Protesten. Teile der französischen und italienischen Gesellschaft solidarisierten sich mit den rebellierenden Studierenden. So kam es zu Besetzungen von Universitäten, zu Streiks und Betriebsbesetzungen. Auf diesen Protest reagierten die herrschenden Eliten z.T. mit massiven staatlichen Repressalien.

Auch in Ostmitteleuropa kam es 1968 zu Rebellionen und Reformversuchen.

Zwei große Themen standen dort im Mittelpunkt der Debatten: Wie können die sozialistischen Planwirtschaften effizienter und produktiver gestaltet werden? Zweitens wurde der Ruf nach mehr politischen Freiheiten – Presse -, Meinungs-, Reise – und Versammlungsfreiheit – immer lauter.

In Polen und Jugoslawien kam es ebenfalls zu Studentenrebellionen, gegen die der sozialistische Staat mit Repressionen vorging.

Jedoch ist das Jahr 1968 in Ostmitteleuropa vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Reformversuchen in der Tschechoslowakei verbunden, die als „Prager Frühling“ in die Geschichte eingegangen sind. Unter Führung Alexander Dubceks wurde der Versuch unternommen, den Sozialismus stalinistischer Prägung durch einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu ersetzen.

Die militärische Niederschlagung dieses Reformversuchs durch die „Bruderstaaten“ des Warschauer Pakts unter Führung der Sowjetunion hatte immense politische Auswirkungen – weit über die CSSR hinaus. Rückblickend kann man festhalten, dass der „Prager Frühling“ die historisch letzte Möglichkeit war, den „realen Sozialismus“ im Sinne einer umfassenden Demokratisierung zu reformieren.


  • Übernachtungsfragen und Kontakt: Gäste- und Tagungshaus Komensky / Herr Przylusk, Tel.: 035873/ 33840, Fax: 035873/ 3385, Email: info@komensky.de
  • Anmeldung: Um Anmeldung wird bis zum 01.09. gebeten. Per Email: w.tschiche@t-online.de ; telefonisch unter: 039325/ 22359. Betreffs Übernachtungs- und Verpflegungsfragen wenden Sie sich/ wendet Euch bitte an das Gäste-und Tagungshaus Komensky / Herrn Przyluski (s.o.).
  • Förder: Bundeszentrale für politische Bildung
  • Veranstalter: Wolfram Tschiche, Umweltbibliothek Großhennersdorf in Kooperation mit der Akademie Herrnhut (AH)
KONFERENZ "Die Schöberlinie - Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen - Böhmen"

KONFERENZ „Die Schöberlinie – Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen – Böhmen“

Datum: SA, 01.09. 2019 (19.00 – 21.00 Uhr)
Ort: Penzion Petrovaa bouda, Horní Svetlá 66, 471 57 Marenice (CZ)
Eintritt: frei
Veranstalter: Kultur aktiv e.V. in Kooperation mit der Umweltbibliothek Großhennersdorf


Das von Kultur Aktiv e.V. aus Dresden initiierte Projekt wirft einen Blick auf „Die Schöberlinie – Eine Bunkerlinie im Grenzraum Sachsen – Böhmen“. An einer der ältesten Grenzen Europas auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik befindet sich eine Bunkerlinie. Diese ist ein Symbol für eine längst überholte Vergangenheit in der Geschichte Deutschlands und der Tschechischen Republik. Ebenso steht diese nur Eingeweihten bekannte Bunkerlinie für eine absurde, niemals kriegstaugliche militärische Befestigungsanlage.

Am 1. September 2018 wird als Teil des Projekts ein abendlicher Workshop mit anschließendem Gespräch in der Petersbaude stattfinden. Der Workshop ist öffentlich und kann ohne Anmeldung besucht werden. Im Rahmen des Workshops werden die Ergebnisse des tschechisch-deutschen Künstlerworkshops vorgestellt. Sie hatten sich im Mai 2018 künstlerisch mit dem Thema Grenze auseinander gesetzt und einzelne Bunker zu temporären Ausstellungsräumen umgestaltet. Als zweiter Teil werden durch Vertreter der Umweltbibliothek Großhennersdorf weitere Aspekte der sächsisch-böhmischen Grenzbeziehungen vorgestellt. So waren während der Niederschlagung des Prager Frühlings vor genau 50 Jahren, mehrere Wochen lang, Soldaten auf der deutschen Seite der Grenze stationiert und hatten einen Einfluss auf die Grenzregion.


Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und dem Deutsch-Tschechischem Zukunftsfonds finanziell gefördert.